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04.11.17 Auf der Stader Geest

Ulf führte uns zu historischen Stätten in und um Neukloster, Bliedersdorf und Harsefeld.
Die Niederelbebahn brachte uns nach Neukloster, 1286 entstand hier das Benediktiner-Nonnenkloster, das dem Ort später den Namen gab. Durch die Innenstadt, den Klostergebäuden und der Klosterkirche und vorbei an den drei Seen gelangten wir in den Neuklosterforst. Wir querten den Mühlenbach und weiter ging es durch Hedendorf, mit den für die Gegend typischen Fachwerkhäusern, wieder in einen Mischwald. An Ortsrand von Nottendorf kamen wir zur 1932 errichteten Grab- und Gedenkstätte von Hans Much. Er war ein berühmter Mediziner und ab 1908 Oberarzt an der Eppendorfer Uniklinik. Neben seiner Tätigkeit als Arzt beschäftigte sich Hans Much auch mit dem Buddhismus, der Architektur und der Kunstgeschichte. Er schrieb zahlreiche Bücher.
Wir verließen Nottendorf und kamen nach einer kurzen Strecke durch die Feldmark und Obstplantagen vorbei nach Bliedersdorf. Das Haufendorf Bliedersdorf am Mönchsweg war schon zu germanischer Zeit ein Kultplatz und eine der ältesten Ansiedlungen im Niederelbegebiet. Hier ist auch ein Museumsdorf, unterhalten vom Verein „Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf e.V.“. Wir hatten Glück und trafen den Vorsitzenden bei der Arbeit. Er gab uns eine Führung und in dem wir durften in den alten Räumen unsere Mittagsrast machen. Vorbei an der 1234 errichteten Bliedersdorfer Kirche wanderten wir durch das Naturschutzgebiet „Aueniederung und Nebentäler“. Die Wege waren teilweise sehr nass, aber wir konnten sie gerade noch ohne Gummistiefel begehen. Wer Halbschuhe trug, bekam nasse Schuhe, oder zog vorher aus. Wir querten die Aue und kamen zum Gut Daudiek, herrlich an einem kleinen See gelegen. Vorbei an Hünengräbern (4.500 bis 5.000 Jahre alt) wanderten wir meist durch die freie Feldmarkt nach Issendorf. Weiter durch das Naturschutzgebiet erreichten wir unser Ziel Harsefeld. Wir sahen uns die Bartholomäi-Kirche und die Grundmauern des Benediktiner-Kloster an. Zum Abschluss machten in der Bäckerei Hillert unsere Kaffeeeinkehr. Der Weg zum Bahnhof war danach nicht mehr weit.

 

 

 

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.