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29.12.14 – 02.01.15 Bad Salzuflen

Hier der Bericht von unserer Pressewartin Elke Schmidt-Lingelbach über die „Wanderlust zum Jahreswechsel in Bad Salzuflen“.
„Bergtrauts Tränen“
Jahreswechsel in Bad Salzuflen 2014/2015
Der Sage nach lebten vor uralten Zeiten auf dem Vierenberge bei Bad Salzuflen die letzten Riesen. Bergtraut, die Tochter der Riesen, spielte gern mit den Kindern des Ortes. Als sie eines Tages zu Tal stieg, bekam sie Sandkörner in ihre Schuhe, groß wie Felsblöcke. Sie schüttelte sie aus, da donnerten sie  ins Tal und töteten Kinder beim Erdbeersuchen. Das Riesenfräulein war tief betrübt und weinte bitterlich. Ihre Tränen flossen unaufhörlich. Eine gute Fee hörte von Bergtrauts Gram und sprach: „Deine Trauer ist wahr und echt, aus einem guten Herzen, darum will ich dir helfen. Deinen Tränen werde ich Wunderkraft verleihen, sie sollen als heilkräftige Quellen für immerdar im Tal zum Vorschein kommen. Wer darin badet und  davon trinkt, soll gesunden. Deine Tränen soll vielen Menschenkindern das Leben retten und Deine Schuld ist getilgt.“ Die Kunde von den Zauberquellen ging durchs ganze Land. Die Kranken tranken von dem Quell, tauchten in die salzige Flut und wurden frisch und gesund. So sind Bergtrauds Tränen nicht nur ein Segen für die Menschheit, sondern auch für Bad Salzuflen geworden. Ein Kurort mit besonderem Charme.
In diesem Jahr feierten die Buchholzer Wanderfreunde ihren Jahreswechsel in Bad Salzuflen mit seiner historischen Altstadt. Eine echte Herausforderung war die Unterbringung der vielen Teilnehmer, die in drei zentral gelegenen  Hotels untergebracht waren. Eine Aufgabe, an der  Hans Freyer wieder sein außerordentliches Organisationstalent beweisen konnte. So wohnten wir sehr zentral, direkt am „Bad Salzufler Weihnachtstraum“, einem der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands mit seiner zwölf Meter hohen Weihnachts-Pyramide.
Schon von Buchholz aus, hatte Hans Kontakt mit den Wanderfreunden aus Bad Salzuflen  aufgenommen, die uns vom ersten Tag an begleiteten. Alles organisiert von der ersten Vorsitzenden Dietlind Löhnert. Sie stellte uns  vom ersten Tag an Wanderführer ihres Vereins an die Seite, die uns über die Geschichte der Stadt informierten. So erfuhren wir, dass die alte Bausubstanz nur deswegen so gut erhalten ist,  weil die Alliierten im 2. Weltkrieg keine Bomben auf die Stadt warfen. Sie wollten sie  nach dem Krieg als Standort für ihre Verwaltung erhalten. Glück für Bad Salzuflen.
Unsere Wanderungen führten uns zum Bismarkturm mit Einkehr im „Wüstener Krug“. Es gab Grünkohl, Kartoffelsuppe und Wiener Würstchen. Allerdings, sehr zum Kummer eines unserer Wanderer, waren die Würstchen abgezählt. So bekam er keines mehr ab und  vermutete,  dass irgendjemand wohl zwei oder drei Würstchen genossen hatte. Das kann einem dann schon mal die Zornesröte ins Gesicht treiben, vor allem wenn man auch noch bezahlt, obwohl man gar nicht muss. Das konnte allerdings noch geklärt werden. Nach einem Besuch im historischen Ratskeller von Bad Salzuflen trafen wir uns im Kaisersaal, dort ließen wir den Tag mit der musikalischen Begleitung von Horst Möde ausklingen. 
Am letzten Tag des Jahres besuchten wir das fürstliche Residenzschloss Detmold, das noch heute der Stammsitz der Grafen und Fürsten von der Lippe ist und zu den bedeutendsten Bauten der Weserrenaissance gehört. Nach einer Ruhephase, die das Männer- und Damenballett unseres Vereins zur Probe nutzten, ging die Silvesterparty fröhlich los. Nach dem festlichen Buffet im Hotel Rosengarten heizte DJ Matze den Wandern kräftig ein und es hielt kaum jemanden auf dem Stuhl.  Zwei Aufführungen der Ballettgruppen rundeten den Abend ab und brachten die Stimmung auf den Höhepunkt. Das „Sechserquartett“ der Damen  kam schon nach dem ersten Schritt aus dem Takt, was allerdings nicht negativ war, sondern die Stimmung im Saal zum Brodeln brachte. Die Herrengruppe überzeugte mehr durch ihre liebevoll von Mabel geschneiderten „Outfits“ als durch ihre Tanzeinlage.  Dabei fiel uns ganz besonders unser Tänzer Dieter mit seiner markanten Oberweite und seiner Fähigkeit auf, mit seinen Zehenspitzen einige Pirouetten zu drehen.  Alles in allem ein sehr gelungenes Fest und ein fröhlicher Einstieg ins Neue Jahr 2015.
Die traditionelle Neujahrstour wurde von unseren Wanderfreunden aus Bad Salzuflen organisiert. In drei Gruppen ging es rund um den Kurpark zum Waldrestaurant „Zur Loose“.
Auf der Heimfahrt hatten wir noch Gelegenheit, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica zu besichtigten, der eine für heutige Zeit fragwürdige Haltung einnimmt. Über den Kammweg des Wiehengebirges wanderten wir weiter zur Einkehr im „Wilden Schmied“. Dort gab es Suppe mit Würstchen, diesmal nach Absprache mit dem Wirt,  bis zum Abwinken. Danach traten wir die Heimreise an. Eine tolle Fahrt, eine tolle Organisation. Danke Hans!
Woher kommt die Sole?
Ihr Ursprung liegt in der geologischen Geschichte des Standortes. Vor über 200 Millionen Jahren reichte hier ein Meeresarm ins Land. Das Meerwasser verdunstete in einem Becken. Das dabei entstandene Salz befindet sich noch immer etwa 1.300 Meter tief in gewaltigen Salzlagern unter der Erde. Bis heute gelangt das in die Erde eindringende Niederschlagswasser durch Bruchspalten bis zu diesen Lagern und löst das Salz. Manche Spalten reichen bis zu 6.000 Meter tief. Dort wird das Wasser mit heißen Wasserdämpfen und Kohlendioxyd angereichert. In dieser „Unterwelt“ entsteht ein erheblicher Druck, der das Mineralwasser durch Spalten in höhere Schichten treibt. So entstehen Solequellen. Wenn eine solche Spalte möglichst tief angebohrt wird, kommt Thermalwasser, oft in einem imposanten Sprudel, an die Oberfläche. Das Wasser ist von unterschiedlicher Qualität und Temperatur. Es wird zum Trinken, Baden und Inhalieren verwendet.

Wanderfreunde Nordheide e.V.