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17. – 23.02.13 Schneeschuhwandern

Wie schon im vergangenen Jahr, waren wir mit einer Gruppe zum Schneeschuhwandern in Oy-Mittelberg im Allgäu. Mit dem Wetter hatten wir großes Glück, alles was der Winter bieten soll  gab es. Es schneite, so dass wir in herrlichem Pulverschnee wandern konnten und am ersten und letzten Tag schien die Sonne.
Unsere Bergführerin Moni vom letzten Jahr war auch wieder für uns da und zeigte uns die Schönheiten der Allgäuer Winterlandschaft.
Nach der Anreise mit der Bahn und der Begrüßung und dem Abendessen wartete gleich ein beeindruckendes Erlebnis auf uns: Das Funkenfeuer, kurz „Funken“ genannt, ein alter Brauch am ersten Sonntag nach Aschermittwoch. Ein hoher Stapel aus Holz und Stroh sorgt für den beeindruckenden Funkenflug. In der Ferne konnten wir die Feuer der umliegenden Dörfer bewundern.

Wir wohnten im Hotel Rose im verschneiten Dorf Mittelberg. Vielleicht ist das nicht richtige Hotel für die Fastenzeit. Morgens starteten wir mit einem reichhaltigen Frühstücks Buffet, nachmittags nach der Wanderung gab es Kaffee und Kuchen satt. Zum Abendessen erwartete uns das Salat Buffet, danach die Suppe und dann konnten wir aus 5 Hauptgängen wählen. Und natürlich gab das dann noch den Nachtisch.

Am ersten Tag starteten wir bei herrlichem Sonnenschein vom Hotel aus zu einer Rundwanderung in die Winterlandschaft um Mittelberg herum. Für die meisten von uns war es das erste Mal, dass sie die Schneeschuhe an den Füßen hatten. Aber nach kurzer Eingewöhnung klappte es bei fast allen recht gut. Und wir waren ja vorgewarnt, dass das Wandern im Schnee und in den Bergen ist sehr viel anstrengender ist, als wir es bei uns in der Heide gewöhnt sind. Am Ende der Woche waren wir stolz auf unsere ca. 50 km und die ziemlich genau 2000 Höhenmeter, die wir aufgestiegen sind.

Nach den Wanderungen gingen wir oft noch ins „Kaufhaus“ von Mittelberg, ein kleines Lädchen in dem es eigentlich alles zu kaufen gibt. Auch wenn man nichts kaufen will, geht man gerne hin und schaut sich um. Hoffentlich bleibt dieses Kleinod Mittelberg noch lange erhalten.

Unser Bus brachte uns nach Nesselwang. Dort gab es einen Lift zum Gipfel. Aber die meisten von uns stiegen zu Fuß auf. Zumindest bis zur Mittelstation liefen wir. Für die letzten 250 Höhenmeter stiegen dann doch viele in die Gondel, die uns zur Mittagseinkehr in der Hütte auf dem Gipfel brachte. Mit Blick auf die Zugspitze und das beeindruckende Alpenpanorama liefen wir durch den Pulverschnee zurück ins Tal. Im Hotel warteten dort Kaffee und Kuchen auf uns.

Am Mittwoch liefen wir über Felder und durch Wälder von Mittelberg nach Reichenbach. Der Bus brachte uns wieder ins Hotel zurück.

Heute war dann noch eine Abendschneeschuhwanderung zur Kronenhütte in Nesselwang auf dem Programm. Dort erwarteten uns „Kässpatzen“ und als Nachtisch „Apfelküchle“. Beides gab es direkt aus der Panne in der Mitte des Tisches. Wir hatten viel Spaß und wanderten im Schein unserer Stirnlampen zurück ins Tal.

Der Bus brachte uns zur Gunzesrieder Säge. Wir wanderten im Gunzesrieder Tal bergan zur Rappengschwendalm und dann weiter zur Mittelbergalm zur Mittagseinkehr. Ein lustiger Abstieg, oft durch den tollen Tiefschnee, brachte uns wieder ins Tal zurück zum Bus.

Die Wanderwoche war für uns alle wie im Flug vergangen. Zum Abschluss fuhren wir heute nach Österreich ins Tannheimertal. Wir hatten Glück, denn es schien noch einmal für ein paar Stunden die Sonne. Durch tief verschneite Wälder und immer wieder mit Blick auf das Bergpanorama liefen wir zur Einkehr im Berggasthof „Zugspitzblick“. Von dort war es nur noch ein kurzer Abstieg zum Bus.

Frau Greis, die Tante des Biathleten Michael Greis brachte uns mit ihrem Bus zu den Startpunkten unserer Wanderungen und nachmittags immer wieder sicher ins Hotel zurück.

Freitagsabend ist immer Heimatabend mit einem zünftigen Buffet in der „Rose“. Der Wirt machte Musik und Moni gab uns zum Abschluss eine Urkunde für unsere Schneeschuhwanderung im Allgäu. Und so ganz nebenbei verabredeten wir den Termin für die Schneeschuhwanderwoche im nächsten Jahr mit Rita Hagen, der Chefin von „Hagen Alpin Tours“. Wir freuen uns schon darauf. Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei Peter Sieffert, peter.sieffert@t-online.de.

Mit der Bahn ging es zurück nach Buchholz.

Wanderfreunde Nordheide e.V.