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21.11.15 Altkreis Winsen

Vor fast genau vier Jahren haben wir diese Wanderung schon einmal gemacht, damals allerdings in entgegengesetzter Richtung. Diesmal war der Startpunkt in Radbruch. Der Ort wurde durch den Schäfer Ast geprägt, der hier von 1888 bis zu seinem Tode im Jahre 1921 lebte. Der Schäfer war als Wunderheiler und Kräuterheilkundiger bekannt. Täglich kamen hunderte von Hilfe suchenden in den Ort. Der Fremdenverkehr in dem Ort blühte, Gaststätten und Wartesäle wurden eröffnet. Im Jahre 1894 behandelte er bis zu tausend Menschen am Tag.
Auch er selbst kam zu beträchtlichem Reichtum.
Von Radbruch wanderten wir weiter durch das Naturschutzgebiet „Hohes Holz“ nach Bahlburg. Durch die Feldmark erreichten wir Wulfsen mit dem alten Kaiserlichen Postamt und dem Bahnhof der schon lange stillgelegten Strecke zwischen Berlin und Bremerhaven. An die Bahn erinnert der Kilometerstein 250. Ulf erinnerte sich wie er am 26. Mai 1981 nach einer Wanderung mit dem aller letzten Personenzug heimgefahren ist. Der Güterverkehr wurde dann 1988 eingestellt und die Strecke endgültig stillgelegt.
In Wulfsen kamen an einem alten Sägewerk vorbei, es ist heute eine Außenstelle des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Hinter Wulfsen machten wir dann am alten Bahndamm Mittagsrast.
Richtung Norden wandernd erreichten wir Pattensen und besuchten die 1628 in ihrer heutigen Form erbaute Kirche St. Gertrud. Die Grundmauern stammen aus dem 900 Jahrhundert.
Wir verließen Pattensen und wanderten weiter durch den Wald. Bisher hatten wir mit dem Wetter Glück gehabt, aber nun begann es ein wenig zu regnen. Darauf waren wir ja vorbereitet und es hörte auch bald wieder auf.
In Ashausen liefen wir am Mühlenteich vorbei zur abschließenden Kaffeeeinkehr in Behn´s Gasthaus. Eigentlich hatten sie heute Ruhetag, aber für unsere Gruppe hatte der Wirt eine Tafel mit Kaffee und Kuchen oder Tee vorbereitet.
Vom Gasthaus aus, war es dann nicht mehr weit zum Bahnhof und wir kamen pünktlich nach Hause.

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.