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26. – 30.07.15 Inselhüpfen

Hier der Reisebericht von Elke Schmidt-Lingelbach

Vom Pangasius zum Sekt

Sonne, Strand und Meer. So hatten es sich die 41 Teilnehmer der fünftägigen Wanderreise an der Nordsee gewünscht. Leider war es etwas anders. Die Sonne ließ sich nur gelegentlich blicken, dafür gab es reichlich Wind und Regen. Wohl dem, der ein ordentliches Regencape hatte.

Den ersten Blick auf die Nordsee konnten wir auf unserer ersten Station in Büsum werfen. Noch bei Sonne. Büsum, eine kleine überschaubare Stadt mit einer Einkaufsmeile, die die Damen erfreute. Außerdem gab es dort  köstliche Fischbrötchen. Ein kleiner Geheimtipp: „Kolles Alter Muschelsaal“. Sehr sehenswert. Weiter ging es auf die Hamburger Hallig. Wer das bestellte Riesenstück Erdbeertorte haben wollte, dass auf dem einzigen Restaurant der Insel schon für uns bereit stand, musste sich gewaltig anstrengen.

Volle Breitseite Wind. Die Optimisten stiegen auf die bereitgestellten Fahrräder und strampelten flott oder auch weniger flott gegen den Wind. Danach war fast jedem die Kalorienzahl der Torte egal.
Untergebracht waren wir im „Niebüller Hof“. Ein schönes Hotel. Neu war allerdings für viele die Bekanntgabe des Menüs. Die Bedienung, meist eine junge Dame, schrie uns in hoher Tonlage das Menü vor. Jeden Abend fand sich, neben anderen Dingen natürlich, der Pangasiusfisch am Büffet. Einige empfanden es als einseitige Ernährung und teilten das auch Hans mit, der das an die Geschäftsleitung weiterleitete. Zum Ausgleich gab es am letzten Abend ein Glas Sekt für alle, Fisch gegessen oder nicht! Der Pangasius aus Südostasien, ist aufgrund seines zarten, mild schmeckenden Fleisches und niedrigen Preises sehr beliebt ist! Bei uns weniger.

Auf Sylt wanderten wir am Strand entlang, viele barfüßig, bis nach Kampen und bewunderten die „Unkaputtbaren“, die sich trotz Wind und Kälte in die Welle stürzten. In List wurde, wie kann es anders sein, bei Gosch gespeist. Am nächsten Tag fuhren wir mit der Fähre nach Wyk auf Föhr. Trotz schlechter Wettervorhersagen war es immer wieder sonnig, nur der Wind ließ die Hosen flattern. Wyk, für seine schönen Rosengärten bekannt, hätten wir natürlich lieber in der Sonne gesehen. Aber allem Wind und Regen zum Trotz, für einen großen Eispokal auf der Promenade hat es gereicht – bei Sonne.

Wind und Regen gaben alles auf Hallig Hooge. Wir waren froh, dass wir in der hübschen kleinen St. Johannis-Kirche aus dem 17. Jahrhundert der Insel Schutz fanden und uns der Pastor in aller Ausführlichkeit über die Geschichte der Kirche informierte, bis der Regen vorbei war. Die Hallig hat in ihrer langen Geschichte vielen Sturmfluten getrotzt und sogar einmal einen König beherbergt, der aufgrund schlechter Wetterlage nicht mehr von der Hallig kam. Das Bett, in dem er genächtigt hat, konnten wir im Kapitänshaus (Königpesel) besichtigen.

Für die Rückreise hatte Hans sich noch einiges einfallen lassen. So besichtigten wir das „Multimar“ Wattforum in Tönning. Ein toller Einblick in das „Weltnaturerbe Wattenmeer“. In St. Peter-Ording hatte dann der Himmel wieder alle seine Pforten geöffnet. Ein guter Grund zur Einkehr bei Gosch. In Uetersen besichtigten wir einen Park mit herrlichen Rosen, denen man ansah, dass sie auch lieber Sonne gehabt hätten. Nach unserer letzten Einkehr zum Abendessen fuhren wir nach Buchholz. Das Wetter konnte Hans natürlich nicht machen, aber was er aus dem Wetter gemacht hat war klasse.

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.