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03.09.16 Orgelkonzert

Der Mittelpunkt von Lillys Spaziergang war heute das Orgelkonzert im Michel.
Mit Metronom und U-Bahn fuhren wir bis zum Rödingsmarkt. Durch die Altstadt gingen wir gemütlich zu den Krameramtsstuben, die wir uns ansahen.
Die Krameramtsstuben in Hamburg liegen am Krayenkamp in der Neustadt unterhalb des „Michels“. Ehemals als Wohnungen für Witwen vom Krameramt genutzt, bilden die um 1620 bis 1700 errichteten Fachwerkhäuser heute die letzte geschlossene Hofbebauung des 17. Jahrhunderts in Hamburg.
Heute von kleinen Läden, Galerien, Restaurants und einer als Museum erhaltenen Wohnung genutzt, veranschaulicht das Ensemble aus den beiden Vorderhäusern, mit den beidseitig entlang eines schmalen Ganges errichteten Häusern der Hofbebauung, am besten das Aussehen der bis ins 20. Jahrhundert weite Teile der Hamburger Alt- und Neustadt prägenden Gängeviertel.
1676 ließ das wohlhabende Kramer-Amt, auf dem von ihm erworbenen Gelände mit den bestehenden Häusern, Freiwohnungen für 20 Witwen von verstorbenen Mitgliedern erbauen. Das Krameramt war eine zunftartige Vereinigung von Kleinhändlern (Kramer, Krämer später auch Kolonialwarenhändler), die ihren Laden oder Stand in Hamburg besaßen. (Quelle: wikipedia)
Danach gingen wir zum „Orgelpunkt“. Unter diesem Namen finden in der Zeit von April bis September um 12:00 Uhr im Michel Orgelkonzerte statt. Es handelt sich um eine erweiterte Form der Mittagsandacht und dauert ca. 40 Minuten. Eine geistliche Kirchenführung wird umrahmt von Orgelmusik auf den 4 Orgeln der Kirche.
Beeindruckend war zum Schluss das Zusammenspiel der großen Orgel, der Konzertorgel und des Fernwerkes (die Musik kommt aus der Decke). Ein Organist spielt vom Zentralspieltisch auf allen 3 Orgeln.
Gespielt wurden Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Edward Elgar.
Nach dem Konzert brachte uns der Metrobus zum Rathausmarkt und wir gingen ins Brauhaus zum Mittagessen.
Nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang. Wir besuchten die Petri Kirche. Zur Zeit der französischen Besatzung durch Napoleon wurde die Kirche als Pferdestall missbraucht. Noch heute kann man einigen Stellen die Urinspuren, die die Pferde hinterließen, als Mahnmal an den Säulen sehen.
Als letzte Kirche heute, statteten wir der St. Jacobikirche einen Besuch ab und sahen uns die Kunstausstellung an, die dort gastierte.
Zum Hauptbahnhof war es dann nicht mehr weit und pünktlich fuhren wir wieder zurück nach Buchholz.

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.