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05. – 07.02.16 Ostsee

Hier der Bericht von Elke Schmidt

„Currywurst im Glas“
Winterland am Ostseestrand 5.-7. Februar 2016


Frühmorgens traf sich unsere Wandergruppe am Buchholzer Bahnhof. Der Blick in den Himmel versprach nichts Gutes und als wir in Neustadt eintrafen,  fiel mir der „Erlkönig“ von Goethe ein: „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind, es ist der Vater mit seinem Kind…“. Zugegeben, Nacht war es nicht, aber Regen und Wind waren üppig. Auch ein Vater war  nicht da. Dafür hatten wir  Hans Freyer, der unsere 33köpfige Wandergruppe über 18 Kilometer an der Ostsee entlang von Neustadt nach Grömitz führte.  Regencapes und Schirme, die der Wind auf Links drehte,  waren angesagt. Unsere gute Laune ließen wir uns davon nicht verderben.

Eis und Schnee hatten wir nicht,  aber kalt genug, um einen kräftigen Glühwein zu trinken, war es dennoch. Pünktlich zum ersten Stopp brachte uns ein Angestellter vom „Hotel Gosch“ im Laufschritt  heißen Glühwein, so dass wir  innerlich gewärmt weitermarschieren konnten.  „Wie macht Hans das?“  Keine Saison, die meisten Restaurants geschlossen und trotzdem öffnen die  Restaurantbetreiber extra für uns ihre Häuser. Diesmal hatten wir die Mittagseinkehr im Restaurant „Gestrandet“ direkt an der Ostsee. Mit Handschlag und einem freundlichen Lachen  wurden wir begrüßt. Eine Besonderheit des Hauses die  „Currywurst im Glas“. Angerichtet sah sie  tatsächlich wie „gestrandet“ aus. Sehr lecker!

Und weiter ging es durch den Regen, von Winterlandschaft an der  Ostsee keine Spur.  Jeder war bedacht, sich gegen Regen und Wind zu schützen. Der lehmige Boden tat sein Übriges und man musste höllisch aufpassen, um nicht auszurutschen. Ursel Tröger, unsere emsige Fotografin, hatte bei ihrer Motivsuche wohl zu sehr in die Ferne gesehen, so dass sie  „Bodenberührung“ hatte. Aber außer Schlamm an Hose und Jacke „keine besonderen Vorkommnisse“.

Das nächste Highlight:  Kaffeetrinken am Wegesrand.  Der gleiche junge Mann vom „Hotel Gosch“ diesmal mit heißem Kaffee und leckerem Kuchen. Wer wollte konnte hier die Wanderung beenden und sich die restlichen Kilometer  mit dem Auto bis zum Hotel mitnehmen lassen.  Der Großteil der Gruppe allerdings, wanderte bis Grömitz. Ohne Blessuren, kaputt aber glücklich, trafen sich am Abend dann alle am leckeren Bratkartoffel-Buffet. Die meisten zogen sich danach müde  in ihre Zimmer zurück. Eine kleine Gruppe blieb jedoch sitzen und hörte sich die plattdeutschen Lieder an, die Karl-Heinz Jessen auf der Gitarre gekonnt vortrug.

Am nächsten Tag trafen wir uns nach einem ausgedehnten Frühstück vor dem Hotel, um in das acht Kilometer entfernte Ostseebad Kellenhusen zu wandern. Diesmal hatten wir mehr Glück mit dem Wetter, ab und an riss die Wolkendecke sogar auf.  Ein großer Teil unserer Gruppe lief direkt am Strand zum „Strandcasino“ , wo sich die Strand- und Deichwanderer zur Mittagseinkehr trafen. Gestärkt und ausgeruht, gingen einige zu Fuß zurück. Der Großteil nahm den Bus, um noch ein wenig Zeit zur Erholung zu haben. Abends ging es frisch gestärkt zum „Bike-Brennen“ mit Musik und Tanz.

Eine Riesenüberraschung brachte der Sonntag.  Bei unserem Stopp im kleinen Hafen von Timmendorf  glaubten wir unseren Augen nicht zu  trauen. Vor uns stand Ulf Haß mit seiner Wandergruppe, die er über 22 Kilometer, von Haffkrug entlang der Lübecker Bucht über das Brodtnener Ufer nach Travemünde  Seeluft schnuppern ließ. Das gab natürlich ein fröhliches Hallo. Für uns endete die winterliche Ostsee-Wanderlust in Travemünde bei Kaffee und Kuchen im „Café Marlene“.

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.