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24.03.16 Ostereistedt

Eine Wanderung vorzubereiten macht immer viel Arbeit. Zu dem Besuch im Osterhasendorf hatte sich Elke heute einmal etwas Besonderes ausgedacht. Sie gab uns einen Zettel, auf dem die komplette Wanderung im Detail beschrieben war. Vielen Dank! Hier ihr Bericht:

Unsere heutige Wanderung beginnen wir im Osterhasendorf OSTEREISTEDT
eine von 8 Gemeinden, die am 1. März 1974 bei der Gebietsreform der
Samtgemeinde SELSINGEN zugeordnet wurden.

Ebenfalls anlässlich der Gebietsreform wurde die Gemeinde ROCKSTEDT Ostereistedt zugeordnet. Zusammen leben hier ca. 970 Einwohner auf 28 qkm vor­
wiegend landwirtschaftlich genutzter Fläche.

OSTEREISTEDT liegt genau auf der Wasserscheide zwischen EIbe und Weser.
Während das Wasser des südlichen Teils in die Hamme und Weser gelangt,
fließt im nördlichen Teil das Wasser über die Bade und Oste in die EIbe.
Das Alter des Ortes wird auf etwa 800 Jahre; geschätzt. Die Herkunft des
Namens lässt sich nicht genau erklären. Wenn nicht vom "Osterhasen", bleibt
die Vermutung, dass eine von Eichen umgebene frühe Siedlung nahe der Oste der Namensgeber war. Daher zeigt das Ortswappen im unteren Teil drei Eichenblätter. Der Rabe im oberen Teil steht für ROCKSTEDT. Glauben wir heute mal
an die erste Namensversion: denn .viele tausend Mal wird der Osterhase jährlich übers Internet angewählt oder bekommt Briefe mit der Post zugeschickt,
und zwar bis zu 40.000 Stück pro Jahr und alle werden beantwortet.

Über 30 Jahre ist es nun bekannt, dass OSTEREISTEDT Ranni Hases Zuhause ist.

Wir wandern zunächst Richtung "Hasenwald". Hier findet jährlich am 1. Ostertag für 200 Kinder mit ihren Eltern, Großeltern und Freunden, insgesamt für 600 vorher
angemeldete Gäste, das große Osterfest statt. Es wird ein Märchen aufgeführt,
Geschichten erzählt, gespielt, gebastelt, gemalt, der Osterhase erscheint
und selbstverständlich werden Ostereier gesucht.

Weiter geht es nach BADEMÜHLEN. Hier, am großen Mühlenteich, können wir die
noch intakte 1542 erbaute und 1995 restaurierte Wassermühle besichtigen.
Bald nach Bademühlen wandern wir mitten durchs METZMOOR und danach über
Feldwege nach ZEVEN, das ca. 12.000 Einwohner zählende Samtgemeindezentrum.
Hier haben wir etwa 11 km der Wanderung geschafft.

Sehenswert in Zeven ist das Kloster, das 1141 von HEESLINGEN hierher verlegt
wurde. Seit 1988 ist das "Museum Kloster Zeven" darin untergebracht. Von 1141
bis 1150 wurde für das Kloster die St. Vitus-Kirche mit ihrem markanten
Rundturm gebaut. Den Namen erhielt die Kirche vom Heiligen St. Vitus, dessen
Gebeine 1231 von Corvey nach Zeven gebracht wurden. Im 17.Jahrhundert wurde das Kloster aufgelöst.

Ein. kurzer Gang durch die Stadt bringt uns auf dem Weiterweg ins 4 km entfernte OLDENDORF. Die dortige Mühle wurde von dem Bauern Jacob Kücks 1913
als Motormühle für den eigenen Bedarf errichtet. Bis 1984 war sie im Betrieb.
Nach der Renovierung und Umbau Anfang der 90-ger Jahre wurde 1996 das
"Mühlen-Cafe" hierin eröffnet.

Nach Oldendorf gelangen wir bald ins "Große Holz" (überwiegend Nadelwald).
Hierin befindet sich der "Opferstein" und ein großer Abenteuerspielplatz, der
von holländischen Pionieren gebaut wurde. Von hieraus, vorbei an der Jugend­
herberge und auf Feldwegen, sind es noch ca. 6,5 km bis wir unser "Osterhasendorf"
nach. Insgesamt 24 km Ostermarsch wieder erreicht haben.

Das war heute Elkes 4 Wanderung nach Ostereistedt:

16.04.2000    18 km
13.04.2003    12 km
09.04.2009    12 km
24.03.2016    24 km

Hoffentlich bleiben wir alle gesund und können noch oft mit Elke nach Ostereistedt wandern.

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.