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14.05.18 Tag des Wanderns

Am 14. Mai wurde vor 135 Jahren in Fulda der Deutsche Wanderverband gegründet. Der Deutsche Wanderverband hat vor drei Jahren deshalb den 14. Mai zum Tag des Wanderns ernannt. Deutschlandweit werden von den Vereinen und Zweigvereinen zahlreiche Wanderungen organisiert. Die zentrale Wanderung des Norddeutschen Wanderverbandes fand in diesem Jahr im Landkreis Stade statt.
Die Wanderfreunde Nordheide waren mit 12 Teilnehmern angereist. Wir fuhren mit der Bahn nach Himmelpforten. Dort war ein Bus organisiert, der uns zum Startpunkt dem Heimathof Hüll. Wir erfuhren etwas über die Entstehung und Unterhaltung dieses Museumshofs. Auch die Regionalpolitik war vertreten und machte auf Probleme mit dem Fernwanderweg E 9 aufmerksam und versprach sich für eine Verbesserung einzusetzen.
Der Weg hier durch das Moor und direkt an einem noch aktiven Torfabbaugebiet vorbei. Nach längeren Regenfällen kann der Weg an einigen Stellen nahezu unpassierbar werden. Wegen der anhaltenden Trockenheit war der Weg während unserer Wanderung sehr gut passierbar.
Auch in der lokalen Presse wurde über den Wandertag berichtet.



Über 80 Wanderer aus ganz Norddeutschland fanden sich am Treffpunkt, dem Heimatverein Hüll ein. Der erste Vorsitzende begrüßte uns und stellte den Museumsverein, der hier in fleißiger Arbeit, ein Stück Geschichte bewahrt und der Öffentlichkeit zugängig macht, vor. Seit 1992 besitzt der Heimatverein diesen Hof.
Wir begannen, unter einheimischer Führung, unsere Wanderung durch die Feldmark, Wälder und Moorabschnitte.
Unterwegs wurden auch die Wegewarte aktiv und besserten einige Wegmarkierungen nach.
Ein Höhepunkt war der Torfabbau im Moor. Wir konnten hier sehen wie mit großen Maschinen der Torf gewonnen. Es war interessant dies anzusehen, aber aus Sicht des Naturschutzes kommen einem natürlich die unterschiedlichsten Gedanken in den Sinn.
Wir wanderten ein längeres Stück auf der sogenannten „Scheidung“, die uns ausführlich erläutert wurde. Hier ein Auszug aus der Erklärung:
Die „Scheidung“ ist eine historische Wasserscheide, die Mitte des 19. Jahrhunderts von königlichen Vermessern festgelegt wurde und deren Bau prägend für das heutige Kehdinger Land wurde. Sie reichte einst durchgehend von Stadermoor bis zum Dösemoor nicht weit von Wischhafen. Das gesamte Oberflächenwasser nordöstlich dieses Moordamms wird bis heute zur Elbe geleitet, das auf der südwestlichen Seite anfallende in die Oste abgeführt. Bau und Erhalt dieser Landwehr legen ein einzigartiges Zeugnis ab über Zusammenhalt und Pflichtbewusstsein, das die Menschen früherer Generationen brauchten, um in diesem tiefen nassen Land überleben zu können.
Wir verließen die „Scheidung“ und kamen nach 8 km gemütlicher Wanderung an unser Ziel, dem „Ehrwürdigen Lokal Winnetou“ an. Die Familie Bartels betreibt hier einen der letzten „Tante Emma Läden“ die ich kenne. Dazu gehört auch eine Gastwirtschaft, in der und vor der wir noch eine ganze Zeit gemütlich beisammensaßen und klönten, bevor uns der Bus wieder nach Himmelpforten brachte.

  

 

 

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.