Willkommen > Fotos und Berichte aus dem Verein (letzte Änderung: 11.11.18) > Archiv 2017 > 17.06.17 Schellfischtunnel

17.06.17 Schellfischtunnel

An einigen Terminen im Jahr bietet der Verein „Hamburg Unterwelten e.V.“ Führungen durch den Tunnel an. Man muss diese rechtzeitig im Internet buchen. Thomas gelang es für uns so eine Führung zu organisieren.
Wir waren rechtzeitig am Altona Bahnhof, füllten die gewünschte Sicherheitserklärung aus, und um 10:15 begann unsere Führung.
Der offizielle Name, des im Volksmund „Schellfischtunnel“ genannten Bauwerks lautet „Hafenbahntunnel Altona“. Er verband den Altonaer Bahnhof durch den Geesthang der Elbe mit den Gleisanlagen der Hafenbahn des Altonaer Fischereihafens am Elbufer.
Aus Wikipedia:
Der Tunnel ersetzte eine oberirdische Verbindung, die 1845 in Betrieb genommen wurde, um den Warenumschlag zwischen Wasser und Schiene zu beschleunigen. Damals wurden die Güterwagen auf Rollböcke umgesetzt und per Seilaufzug – anfangs mit einem Pferdegöpel, ab 1849 mit Dampfkraft – über eine 210 m lange Schiefe Ebene mit 15-prozentiger Steigung – zum Bahnhof der 1844 eröffneten König Christian VIII. Ostseebahn geschleppt. Diese Aufzugseinrichtung war bis 1879 in Betrieb und gehörte ebenso wie die Bahnstrecke nach Kiel der Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft.
Der eingleisige Tunnel wurde am 18. Januar 1876 zunächst mit einer Länge von 395 m zwischen dem Elbufer und dem Altonaer Bahnhof eröffnet. Er überwindet dabei einen Höhenunterschied von 30 m. Mit der Verlegung des Bahnhofs Altona nach Norden an seinen heutigen Standort wurde der Tunnel bis 1895 entsprechend verlängert.
1992 wurde der Betrieb des Tunnels eingestellt.
Die ehrenamtlichen Führer des Vereins Hamburger Unterwelt erzählten uns alles über die Geschichte des Tunnels und zeigten auch viele Bilder und Konstruktionszeichnungen aus vergangenen Zeiten. An einigen Stellen fanden wir Müll von Obdachlosen, die zeitweise im Tunnel eine Bleibe suchen.
Gegen 12:00 Uhr sahen wir dann Licht am Ende des Tunnels und verließen ihn wieder über die alte Bahnhofanlage am Elbufer.
Wir liefen weiter am Ufer bis zum Museumshafen in Övelgönne und stärkten uns dort mit Bratwurst und Fischbrötchen und wer mochte, trank ein Astra.
Mit der Fähre gelangten wir nach einem Zwischenstopp am „Dockland“ und dem Besteigen des Bürohauses dort und der tollen Aussicht über den Hafen, zurück zu den St. Pauli Landungsbrücken.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.