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14.04.18 Von Boizenburg nach Lauenburg

Hier der Bericht von Michael:

Nachdem in den letzten zwei Wochen vor dem Ausflug etliche Stornierungen eingingen, machten sich schließlich nur 7 Wanderfreunde/innen samt Wanderführer Michael auf den Weg. Schon vorher war bekannt, dass ein Schienenersatzverkehr der Deutschen Bahn auf der Rückfahrt uns 35 Minuten Zeit rauben würde, wenn wir nicht eine Stunde später heimkehren wollten.
In Boizenburg pünktlich angekommen, waren noch alle optimistisch im Hinblick auf die Schlechtwettervorhersage, denn es war trocken. So wanderten wir vom Bahnhof über die Bollenberger Sanddünen bis an den Rand der Sudeniederung und zum Storchendorf Gothmann. Wir passierten mehrere besetzte Storchennester und machten eine kleine Pause bei einem Kriegsgefallenen-Denkmal in Gothmann. Dann folgtem wir dem Sude-Deich, wo immer stärkerer Regen einsetzte. Eine weitere Pause am Deich fiel dem Regen zum Opfer.
In Boizenburg selbst lockte auch der schöne Rastplatz am Wall und Teich nicht, sodass sich alle unter die Arkaden vom sehenswerten Rathaus flüchteten. Der etwas länger geplante Aufenthalt wurde abgekürzt. Die große Stadtkirche und auch die öffentliche Toilette zeigten sich nur von der verschlossenen Seite.
Weiter über den Stadtwall, durch den Hafen, vorbei an der alten Elbe-Werft und schließlich über eine steile Treppe hinauf, erreichten wir, inzwischen vollständig durchnässt, den „Elvkieker“ in Vier. Doch bot der Turm zumindest ein trockenes Plätzchen unter seinem Dach und Möglichkeit zur Rast. Auch das Infozentrum vom Biosphärenreservat war noch geschlossen, und wie schön die Aussicht hätte sein können, sieht man unten.
Vom Aussichtsturm ging des durch eine Waldsiedlung, dann in den Vierwald hinein. Ein romantischer Weg mit ständigen Auf- und Abstiegen im Elbhang sorgte für Abwechslung. Schließlich erreichten wir den Gipfel des heutigen Tages, den 60 m hohen Köppelberg. Von dort brachte uns der ehemalige Kolonnenweg zum Waldrand und einem Schöpfwerk, wo eine Treppe etwas Schutz bot, nachdem der Regen zuvor eine kleine Pause gemacht hatte. Doch nun, wieder auf dem Elbdeich, Richtung Lauenburg unterwegs, schüttete es noch einmal richtig. Weitere Pausen wurden gestrichen, außer einem kurzen Halt an der Palmschleuse. Über den Elbe-Lübeck-Kanal und entlang einer viel befahrenen Straße ging es hinein in die Altstadt.
Unser Lokal in Lauenburg erreichten wir wegen des Wetters und der ausgefallenen Pausen natürlich früher. Da die Ankunft aber nicht reichte, um mit Sicherheit eine Stunde früher nach Hause zurückzufahren, gingen wir, um eine Teilnehmerin reduziert, die unbedingt eine frühere Rückfahrt versuchen wollte, weiter bis zum Rufer und nahmen im dortigen Café noch ein warmes Getränk zu uns. Im Restaurant vom Hotel „Zum Alten Schifferhaus“ wurde uns sofort das mittags vorbestellte Essen serviert, und eine nette Bedienung sorgte für unser Wohlbefinden.
Entspannt machten wir uns kurz nach 19 Uhr auf dem Weg zum Bahnhof, die Sonne kam hervor und zeigte uns, dass es sie noch gibt. Per Bus nach Lüneburg, dann per Metronom nach Harburg und weiter nach Buchholz endete schließlich gegen 21.45 Uhr ein nasser, aber auch erlebnisreicher Tag, der trotzdem Spaß gemacht hat. Insgesamt waren es 23 km bei einem Schnitt von 3,8 km pro Stunde. Die nachfolgenden Fotos stammen von Frieder und Michael. Soweit es Schönwetteraufnahmen sind, sind es Fotos von Vortouren, um zu zeigen wie schön es hätte sein können.

 

 

 

 

 

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.