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15.09.18 Höhepunkte in und um Alfeld/Leine

Hier der Bericht von unserem Wanderführer Michael:

Heute hieß es früh aufstehen. Trotz langer Anreise mit dem Erixx von Buchholz nach Hannover und dem Metronom nach Alfeld, kamen wir, fünf Frauen und drei Männer samt Wanderführer Michael, dort pünktlich an. Ein kurzer Fußmarsch brachte uns zunächst zum Fagus-Werk, seit 2011 UNESCO-Welterbe. Noch heute werden hier Schuhleisten, außerdem Mess- und Brandschutzsysteme sowie Keilzinkenanlagen produziert. Michael informierte vorab über die Ausstellung, die der Firmengeschichte, dem Bauherrn Carl Benscheidt und dem Architekten Walter Gropius gewidmet ist, die architekturhistorische Bedeutung des Firmengebäudes erläutert sowie Bauhausmöbel, den Werkstoff Holz und eine Schuhsammlung, teils von bekannten Persönlichkeiten, zeigt. Leider war die Zeit von rund 1,5 Stunden viel zu kurz.
Zurück zum Bahnhof, ging es von dort mit dem Bus in den kleinen Ort Coppengrave auf der Westseite vom Duinger Berg, der u. a. das Leinetal begrenzt. Ein erster Anstieg belohnte uns mit einem schönen Rückblick. Aufmerksamkeit fand auch der alte Grenzstein zwischen dem Königreich Hannover und dem Haus Braunschweig. Michael erzählte auch von der Sage um die Rote Scheune vom Gut Vorwerk. Dann ging es hinab durch die Wolfsschlucht auf teils sehr romantischem Weg ins Glenetal.
Nach Überquerung der Talstraße erwartete uns am Fuß des Reuberges die sagenumwobene Lippoldshöhle. Sie wurde 1466 erstmals erwähnt und besteht aus mehreren Kammern. Frieder war mutig genug, die verschiedenen Räumlichkeiten, nämlich Küche, Stube und Gefängnis vom Schornstein aus zu erkunden und davon zu berichten. Nach einer Pause gestärkt, ging es erneut bergan.
Schon bald erreichten wir die Brunkenser Klippen, acht steile Felsen, die bei Kletterern beliebt sind. Das konnten wir auch gleich live erleben. Die Klettergrade liegen überwiegend im Bereich 4 bis 6 und die Wandhöhne reichen bis 15 m.
Weiter durch wunderschönen Mischwald wanderten wir überwiegend auf einem Waldpfad weiter den Reuberg hinauf. Schließlich erreichten wir die dortige Hütte, mit 281m Seehöhe nicht ganz der höchste Punkt des Berges. Nach einer weiteren Rast, für die zahlreiche Bänke zur Verfügung standen, liefen wir auf einem breiten Weg hinab zum Waldrand und durch den kleinen Ort Warzen. Nach einer Querung mussten wir noch einmal zum Wahrberg ansteigen, bevor es hinab nach Alfeld ging.
Vom Bahnhof führte uns Michael in die Altstadt, wo das jährliche Altstadtfest stattfand, aber nicht so groß und vergleichbar mit dem gleichen Event in Buchholz. Zunächst besichtigten wir noch verschiedene sehenswerte Gebäude, zu denen Michael Erläuterungen gab. Neben dem Planetenhaus sahen wir die ehemalige Lateinschule, letzteres ein wunderschönes Fachwerkhaus, die Kirche St. Nicolai, das Rathaus und den Marktplatz. Bevor das Abendessen anstand, gab es noch eine halbe Stunde Freizeit. Dann stärkten wir uns im italienischen Restaurant Piccolo Mondo, das im Ratskeller residiert und uns sehr gut bewirtete.
Schließlich ging es zum Bahnhof zurück, wo die ebenfalls lange Rückfahrt startete. Wenngleich auf der Rückfahrt dem einen oder anderen schon die Augen zufielen, waren sich alle Wanderfreunde einig, dass es ein wunderschöner abwechslungsreicher Tag war, bei dem wir 16 km mit drei Aufstiegen geschafft haben. Die nachfolgenden Fotos wurden von Frieder und Michael zur Verfügung gestellt.

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.