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20.10.15 Zuckerfabrik

Das Interesse am Besuch der Zuckerfabrik in Uelzen war so groß, dass Lilly einen zweiten Termin organisieren musste. Dreißig Wanderfreunde kamen beim ersten Mal mit. In Uelzen angekommen hatten wir noch etwas Zeit uns den Hundertwasser Bahnhof anzusehen. Dann liefen wir das kurze Stück in die Werkskantine zum Mittagessen.
Im Besucher Zentrum der Nordzucker A.G. lernten wir in einem Vortrag, wie die Zuckerrüben angeliefert, gewogen, auf ihre Qualität geprüft, gelagert und dann verarbeitet werden.
Die Rüben werden mehrfach gewaschen und dann geschnitzelt. Die Schnitzel werden zusammen mit einer Kalklösung gekocht. Der Branntkalk bindet dabei die Feststoffe der Rübe, also alles was nicht Wasser oder Zucker ist. Der Kalk wird dann wieder ausgefiltert und als Dünger weiterverkauft. Alles an der Rübe wird in der Fabrik in irgendeiner Form verwendet, es gibt keine Abfälle. Aus den Feststoffen werden Futterpellets gemacht, das Wasser (ca. 80 % der Rübe) wird im Prozess verwendet, es wird aus nicht zu verwendenden Rüben und Rübenstücke Biogas oder Kraftstoffbeimischungen gewonnen. Und die Hauptsache sind natürlich die ca. 18 % Zucker die aus der Rübe gewonnen werden.
Aus dem „Saft“ sinken die Feststoffe entweder ab oder werden in Zentrifugen heraus geschleudert. Der „Zuckersaft“ wird unter Zufuhr von Wärme eingedickt. Dann werden kleine Zuckerpartikel (feinster „Puderzucker“) in den Saft gespritzt. An diesen „Staubkörnern“ bilden sich die Zuckerkristalle. Und wer es ganz genau wissen will, muss einfach einmal nach Uelzen fahren und es sich anschauen.
Nach dem Vortrag konnten wir auf einem Rundgang alles ganz genau ansehen. Von der Anlieferung der Rüben bis zu den Verpackungsautomaten. Hier sahen wir die Tüten, die wir dann auch später im Regal kaufen können oder die großen Gebinde für die weiterverarbeitende Industrie.
Die Fabrik produziert Zucker während der sogenannte Kampagne, dass vom Beginn der Rübenernte im September bis ca. zur Jahreswende. Der Rest des Jahres wird der in riesigen Silos gelagerte Zucker für die Verbraucher abgepackt.
Leider war während des Rundganges das Fotografieren nicht erlaubt. Man kann aber sehen wie wir uns verkleiden müssten, bevor der Rundgang begann.

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.