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27.09. – 11.10.14 Cilento

Die 2 wöchige Reise führte uns nach Kampanien in Süditalien am Golf von Neapel und Salerno. Unser Standquartier war die Fondazione Passarelli, eine staatlich anerkannte gemeinnützige Stiftung im kleinen Fischerort S. Marco di Castellabate.
Wir hatten herrliches Wetter mit Mittagstemperaturen um 25°C und auch das Mittelmeer hatte noch ca. 25°C Wassertemperatur. Bis zum Strand waren es ca. 10 Minuten und so gingen wir oft nach den Wanderungen noch an den Strand zum Baden.

Wir flogen bis Neapel und dort holte uns unser Wanderführer Eckert mit dem Bus ab. Während des Fluges hatten wir eine tolle Aussicht auf die Alpen und der Blick bei der Landung auf den Vesuv und den Golf von Neapel mit Capri im Hintergrund war besonders beeindruckend.

Unser erster Tag begann mit einem Rundgang durch Hotelanlage. Hierbei erzählte uns Eckert auch einiges zur Geschichte der Stiftung. Die Büste zeigt den Gründer Don Peppino Passarelli. Den großen Swimming Pool nutzen wir kaum, da wir ja das Mittelmeer direkt vor der Tür hatten.
Nach einem Rundgang durch den Ort tranken wir noch einen Kaffee bevor es zurück zum Mittagessen ging. Dort begrüßte uns der Präsident und Neffe des Don Peppino Passarelli, Dr. Luiccio Sauro mit einen großen Torte, die wir dann zum Nachtisch bekamen.
Nachmittags waren wir am Strand und liefen noch in den Ortsteil Santa Maria, dort gab es leckeres Eis aus Büffelmilch.
Abends saßen wir dann meist noch im Garten der Anlage in einer mal größeren oder kleineren Gruppe beisammen.

Mit dem Bus fuhren wir bis kurz unterhalb des Monte Sacro. Von der bekannten Wallfahrtskirche auf dem Gipfel hatten wir eine herrliche Aussicht bis nach Kalabrien. Der Abstieg führte über einen steingepflasterten alten Pilgerweg zu unserem Picknickplatz. Weiter liefen wir vorbei an der Quelle des Fiumefreddo (kalter Fluß). Unterwegs sahen wir immer wieder Unmengen von wilden Alpenveilchen. Sie begleiteten uns die ganzen zwei Wochen. Auf der Rückfahrt mit dem Bus machten wir noch einen Stopp zu einer kurzen Einkehr.
Die Zeit reichte noch um nach dem Wandertag im zu Meer baden.

Nach dem Frühstück stiegen wir heute auf zum alten Ortsteil Castellabate und genossen die Aussicht von der Burg in die Bucht und bis Capri. Während wir durch den mittelalterlichen Ort liefen, erzählte uns Eckert viel über die Geschichte.
Nachdem Mittagessen gingen einige zum Strand oder in den Ort, oder machte eine Wanderung am Meer entlang um den Monte Licosa herum nach Ogliastro. Die Rückfahrt mit dem Linienbus war ein kleines Abenteuer.

Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus in Richtung Neapel zum Vesuv. Mit unserem Führer, einem Vulkanologen hatten wir Gelegenheit auch in Bereiche zu gelangen, die sonst für Touristen nicht zugängig sind. Wir liefen über den Gipfel, immer am Kraterrand entlang. Wir stiegen sogar ein kleines Stück in den Krater und lernten viel über die Ausbrüche in der Vergangenheit und den zu erwartenden Ausbruch, der die Region verändern wird.
Nach dem Mittagessen in einem Ausflugslokal besuchten wir die Ausgrabungsstadt Herkulaneum. Die Stadt wurde wie auch Pompeji und Stabiae im Jahre 79 n.Chr. beim Ausbruch des Versus zerstört.

Morgens fuhren wir nach Capaccio und wanderten über den Kamm des Monte Soprano über karstige und einsame Hochweiden zur Wallfahrtskirche Madonno del Granato.
Auf der Rückfahrt stieg eine Gruppe in Agropolis aus und wanderte teils am Meer, teils durch die Berge zurück ins Hotel.

Heute liefen wir den berühmtesten Weg der Amalfiküste, den „Weg der Götter“. Wir starteten auf etwa 500 m Höhe in Agerola und liefen mit den spektakulärsten Aussichten durch eine einsame Felslandschaft. Mit einem völlig überfüllten Linienbus fuhren wir ein Stück und stiegen dann steil ab nach Positano. Dort kehrten wir zu einem Kaffee ein und bummelten durch den malerischen Badeort. Die Heimfahrt über die malerische weltberühmte Küstenstraße war ein grandioser Abschluss dieses erlebnisreichen Tages.

Am Vormittag bummelten wir in kleinen Gruppen über den Wochenmarkt von Santa Maria. Nach dem Mittagessen wanderten wir am Monte Licosa zum alten Leuchtturm. Der Abstieg führte uns durch Dickicht steil zum Meer herunter. Seit ca. 20 Jahren liegt ein stillgelegtes, verlassenes Hotel über dem Ort, natürlich waren wir neugierig und gingen hinein.

Morgens gingen die einen ans Meer zum Baden oder in den Hotelpool, andere fuhren mit dem Bus nach Ogliastro und wanderten von dort über den Monte Licosa ans Meer und zurück zum Hotel.
Nach den Mittagessen fuhren wir über Mercato Cilento zur Passhöhe bei der Punta Carpinina und stiegen auf einem Panoramaweg an der Hängen des Monte Stella ab nach Cosentini. Bisher hatten wir ja mit dem Wetter großes Glück gehabt, aber heute Nachmittag gab es einen kleinen Regenschauer. Wie fast jeden Tag besuchten wir auf der Heimfahrt eine kleine Bar für einen Kaffee oder Grappa.

Von Salerno aus fuhren wir entlang der Küste mit dem Schiff nach Amalfi. Dort besichtigten wir den Dom mit dem Grab des Apostel Andreas und hatten Gelegenheit uns die Stadt anzusehen. Einige von uns nutzen die Gelegenheit eine alte Papierfabrik zu besuchen. Wieder mit dem Schiff fuhren wir zurück Salerno und besichtigten den Dom mit den Gräbern des Evangelisten Matthäus und von Papst Gregor VII. Bevor wir mit dem Bus heimfuhren bummelten wir durch die Altstadt und die lebhaften Fußgängerzonen.

Als wir vor 4 Jahren die Wanderung durch die Caloreschlucht machten, regnete es sehr stark und so kamen wir total durchnässt ans Ziel. In diesem Jahr meinte es das Wetter besser mit uns, es gab nur einen leichten Schauer der kaum störte. Von Maglio Nuovo stiegen wir hinab in die Schlucht des Calore. Wir wanderten durch dichten Wald und erfreuten uns immer wieder an den wilden Alpenveilchen. Wir querten den Fluss auf einem herabgestürzten Felsblock. Mittagsrast war im Ausflugslokal Remolino. Dort gab es heimischen Wein und hausgemachte Fusilli de Felitto.
Weiter ging der Abstieg auf einem schmalen Mäuerchen entlang eines verfallenen Wassergrabens zu der mittelalterlichen Bogenbrücke über den Calore.

Wir fuhren nach Salerno und weiter zur Burg der Langobarden. Von dort bot sich ein herrlicher Blick über den Golf von Salerno. Nach der Besichtigung der Burg stiegen wirauf zum weithin sichtbaren Kreuz von Sankt Liberone und verzehrten dort unsere Lunchpakete. Über die antike Via Maggiore stiegen wir ab nach Salerno.
Auf der Ruckfahrt machten wir eine Pause in Peastum und sahen uns die antike Tempel der Griechen an.
Vor dem Abendessen war noch Zeit für ein Bad im Mittelmeer.

Wir fuhren nach Trentinara und wanderten nach einer morgendlichen Espressopause in das Tremontital dem Ort der letzten Schlacht des Spartakus.
Mittagessen gab es in einem Büffelzuchtbetrieb. Der Mozzarella ist ein spezieller Käse aus der Büffelmilch.
Zum Abendessen im Hotel gab es noch eine Überraschung: Der Tenor Francesco Formicola gab uns ein Konzert neapolitanischer Lieder. Viele davon sind uns als Ohrwürmer bekannt und natürlich durften extra für uns, die „Capri Fischer“ nicht fehlen. Zum Abschluss sang er dann noch „What a Wonderfull World“ von Louis Armstrong.

Mit dem Bus fuhren wir nach Palinuro und wanderten hinauf zum Leuchtturm und im Bogen wieder zurück zum Hafen. Mit dem Boot fuhren wir hinaus aufs Meer und unsere Boote wurde in ganz unterschiedliche Grotten gesteuert. Der Höhepunkt war die „Blaue Grotte“.
Zurück am Strand machten wir Picknick. Das Hotel hatte uns wieder reichhaltige Lunchpakete mitgegeben.
Vor dem Abendessen gingen wir noch einmal zum Baden an den Strand.
Zum Abschied hatte das Hotel für uns eine besondere Torte als Nachtisch vorbereitet. Bei den Organisatoren der Reise bedankte sich die Gruppe noch einmal mit herzlichen Worten und netten Geschenken.

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.