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26.02 – 07.03.16 Mandelblüte auf Mallorca

Hier der Bericht von Elke Schmidt

Alle waren sie schon auf Mallorca, der größten Insel der Balearen. Die Araber, die Römer, die Phönizier und nun auch noch die Wanderfreunde aus der Nordheide. Und alle haben sie etwas  mitgebracht. Die einen Kultur und Sprache, die Wanderfreunde das norddeutsche Wetter. Wer glaubte, Ende Februar nur im dünnen T-Shirt herumlaufen zu können, wurde enttäuscht. Die ersten Tage waren mit fünf Grad recht kalt und bei unserer ersten kleinen Wanderung, auf der wir uns die Umgebung ansehen wollten, wurden wir von Graupelschauern und Regen überrascht.

Trotzdem, es hat uns gut gefallen und mit jedem Tag wurde das Wetter besser. Der kleine Ort Paguera liegt direkt am Meer. Und auch unser Hotel „Valentin Reina“ lag nicht weit davon entfernt. Ein schönes Hotel mit hellen modernen Zimmern, in dem wir morgens und abends mit einem reichlichen Büffet verwöhnt wurden. Auch wenn wir an den ersten Tagen oft vor Kälte geklappert haben, abends an der Bar war alles vergessen.

Glück hatten wir auch mit unseren beiden Wanderführern Dennis und Edith. Sie organisierten leichte aber auch schwerere Touren für uns. Unser Busfahrer Marti hatte es nicht immer leicht durch die engen Gassen zu fahren. Aber er hat seine Aufgabe mit Bravour gelöst und bekam dafür viel Applaus. Und hinter allem stand natürlich  Hans, der die Reise organisiert und aus dem Hintergrund alle Fäden gezogen hat. Was für eine Arbeit, für über 40 Wanderer Flug, Logie und Wanderungen zu organisieren. Eine grandiose Leistung.

In diesem Jahr hatte die Mandelblüte schon etwas früher begonnen, so dass wir nicht mehr so viele blühende Bäume gesehen haben. Einen Eindruck, wie es wohl in voller Blüte ausgesehen haben mag, konnten sie uns trotzdem geben. Wenn uns der Regen auch nicht gefiel, für die Natur war er gut. So frisch und grün kennt kaum einer die Insel.  Wir besichtigten die Stadt Palma, kehrten in Camp de Mar  und auf der Finca Galatzó ein. Im Herzen der Insel gingen wir über den berühmten Markt der Stadt Sineu, die im 13. und 14. Jahrhundert Hauptstadt der Insel war.

Wir wanderten durch das Tal der Zitronen, stiegen nicht immer ohne Angst aber mit viel Schweiß die Berge hinauf und herunter und bewunderten die herrliche Umgebung. Edith wies uns in die heimische Fauna und Flora ein. Jetzt wissen wir, dass die Steineiche ein typischer Baum Mallorcas ist, in früheren Zeiten zur Kohleherstellung diente und eine dementsprechende Bedeutung hatte. Wir waren zum Mallorquinischen Volkstanz und zur echten Paella eingeladen. Und nicht zu vergessen die grandiosen uralten Olivenbäume, die unseren Weg säumten. Von einigen vermutet man, dass sie schon über tausend Jahre alt sind, genau kann man das allerdings nicht bestimmen.

Die „Isla Dragonere“ mit ihren vielen einheimischen und seltenen Vogelarten konnten wir leider nicht erkunden. Und auch eine nur auf dieser Insel vorkommenden Eidechsenart bekamen wir nicht zu Gesicht. Der Wind war so stark, dass das Schiff, das uns übersetzen sollte, nicht auslaufen konnte. Zum Ausgleich gab es eine aufregende und anstrengende Wanderung. Die Hartgesottenen machten die schwerere Wanderung zur Klosterruine der Trappistenmönche La Trapa. Auf alten Schmugglerwegen führte der Abstieg am Rande des Abgrunds zurück in Richtung Sant Elm. Einzigartig der wunderbare Blick von oben auf die Isla Dragonere.

Die Tage auf Mallorca wurden immer schöner.  Viele nutzten das Wetter zu einem Sonnenbad oder schlenderten mit nackten Füßen durchs Wasser am Strand lang. Jetzt noch ein paar Tage dranhängen, das hätten bestimmt viele von uns gern gemacht. Aber die Zeit war leider um und viel zu schnell vergangen. Ein Flugzeug wartet nicht. Als wir nachts in Buchholz ankamen, war Hans sicher froh, dass er alle heil wieder nach Hause gebracht hat.

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.