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11.11.18 Von Bad Bevensen in die Hansestadt Uelzen

Hier der Bericht von unserem Wanderführer Michael

Die ursprünglich schlechte Wettervorhersage hielt sicher den einen oder anderen von einer Anmeldung zu dieser Tour ab. Tatsächlich gab es außer ein paar Tropfen auch viel Sonnenschein! Und so machten sich nur 4 Wanderer/innen zuzüglich Wanderführer Michael auf den Weg. Der Metronom war pünktlich. Und da Ulf mit seinem Ausflug nur wenig später startete, konnten wir beim Umstieg in Harburg noch anderen Wanderfreunden zuwinken, die mit Ulf in den Norden Hamburgs unterwegs waren. Nur wenig verspätet kamen wir in Bad Bevensen an.
Michael zeigte uns zunächst einige der Höhepunkte in Bad Bevensen, darunter die Rats-Apotheke, eines der schönsten Fachwerkhäuser von 1798 und die Dreikönigskirche, deren älteste Teile auf 1734 zurückgehen. Dann ging es über die Ilmenau in den Kurpark, wo wir Halt beim Neptunbrunnen machten, dessen Bronzefigur der Wassergottheit gewidmet ist. Ein Abstecher brachte uns dann noch in den Sonnenuhrgarten mit einer der größten Sonnenuhranlagen Europas.
Auf Nebenwegen vorbei an Wald-Villengrundstücken und Waldteichen erreichten wir südlich von Bad Bevensen dann die Klein Bünstorfer Heide, die vom Landkreis Uelzen sehr beworben wird. Kaum vorzustellen, dass dort und im umliegenden Waldgebiet 59 Hügelgräberaus der Zeit von 1700 bis 1200 vor Christus unter dem Erdboden verstreut liegen. Durch hügeliges Waldgebiet erreichten wir dann den Damm vom Elbe-Seiten-Kanal, zu dem wir auf einem Trampelpfad hinaufstiegen. Schon bald erwartete uns eine interessante Kanalbrücke, die dort nämlich die Ilmenau und zwei Sträßchen überbrückt. Bei der nächsten Brücke verließen wir dann den Kanalweg wieder, um unter dem Kanal hindurch nach Jastorf zu laufen. Dort gab es eine erste Pause am Dorfplatz, wo uns ein Bus-Häuschen bequeme Sitzgelegenheiten bot.
Nach der ersten Stärkung machten wir dann bald einen Abstecher zum Jastofer See, heute ein wichtiges Vogelschutzgebiet, einst entstanden im Zusammenhang mit dem Kanalbau. Leider war die Aussichtsplattform verschlossen, sodass die Aussicht beschränkt war. Dann ging es zunächst unterhalb des Kanals weiter, schließlich wieder zu ihm hinauf. Viele Kilometer liefen wir nun neben dem Kanal entlang. Dabei passierten wir etliche Brücken. Auch Schiffe mit ihrer Ladung konnten wir beobachten. Nach Passieren des gegenüber liegenden Uelzener Hafens verließen wir in Ripsdorf den Kanalweg und machten in dem winzigen Dorf eine weitere Rast auf einem großen Baumstamm. Gunther erläuterte uns, dass der vor uns liegende Eichen-Baumstamm einen Wert von 50.000 Euro haben könnte, eine Summe, die wir uns in dieser Höhe hätten nicht vorstellen können.
Weiter ging es zum Oldenstädter See, heute ein beliebtes Naherholungsziel, ursprünglich auch im Zusammenhang mit dem Kanalbau entstanden. Vorbei am Rauchhaus, ein schönes Reetdachgebäude, umrundeten wir den See zu 2/3 auf ruhigen Wegen und erreichten dann Oldenstadt, heute ein ländlicher Stadtteil von Uelzen. Dort bewunderten wir noch die ehemalige Klosterkirche (das Kloster bestand nur rund 200 Jahre) und das Amtshaus, einst als Jagdschloss erbaut.
Von Oldenstadt führte uns Michael auf Nebenwegen ins Zentrum von Uelzen, wo wir Wiedersehen mit der Ilmenau feierten. Noch in Oldenstadt hatte er uns die Uhlenköper-Sage nähergebracht, weshalb wir nun wissen, warum die Uelzener als Eulenkäufer bekannt sind. Über den Schnellenmarkt mit einem modernen Topfbrunnen, der an die alten Töpfermärkte erinnert, erreichten wir die Lüneburger Straße, die mit etlichen Fachwerkhäusern lockt. Durch eine der typischen Gassen, die Hannemannsche-Twiete, die über einen ehemaligen Brauhof führt, erreichten wir dann die Achterstraße, wo in einem alten Fachwerkhaus auch das Restaurant Einstein zu finden ist, in dem Michael für uns Plätze reserviert hatte. Zunächst aber machten wir noch einen Abstecher zur Stadtkirche St. Marien mit der größten Orgel der Lüneburger Heide, die wir leider nicht innen besichtigen konnten. Auch das Propsteigebäude aus dem 15. Jahrhundert und das Alte Rathaus lagen an unserer kleinen Runde. Dann ging es ins Restaurant Einstein, das eine abwechslungsreiche Küche bietet. Dank schneller Bedienung und dem Tatbestand, dass wir früher als geplant in Uelzen angekommen waren, schafften wir es, einen Zug früher zu bekommen, sodass wir in Buchholz bereits um 19.45 Uhr ankamen. Hinter uns lagen genau 21 Wander-Kilometer mit einem Schnitt von 4,3 km pro Stunde.

 

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.