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27.01.18 Von Schneverdingen heidwärts

Vom Schneverdinger Bahnhof aus wanderten wir in die Osterheide, Teil des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Bis vor einigen Jahren war hier noch ein großer Truppenübungsplatz. Die Natur holt sich jetzt, mit steuernden Eingriffen des Menschen, diese beeindruckende Landschaft, mit seinen zahlreichen Biotopen, zurück. Ulf machte uns immer wieder auf Besonderheiten in der Natur aufmerksam und wusste auch viel aus der Geschichte zu erzählen. So gelangten wir auch an den Silvestersee, inmitten der Heideflächen und machten am Ufer eine Trinkpause.

Unser nächstes Ziel war der Lönsstein, der an unseren berühmten Heidedichter erinnert. Hier ruhten von 1934 bis 1935 seine Gebeine, bevor sie ins Lönsgrab in der Nähe von Bad Fallingbostel übergeführt wurden. Allerdings bestehen starke Zweifel daran, ob es sich bei den Gebeinen, die man 1934 aus Frankreich überführte, auch tatsächlich um die sterblichen Überreste des 1914 in Frankreich gefallenen Hermann Löns handelt. Ein guter Platz für Ulf, um uns ein Gedicht, natürlich von Hermann Löns vorzulesen.

Weiter ging es durch Wald und Heide zum Camp Reinsehlen. Ein Künstler hat hier eigenartige und lustige Bänke in der Natur verteilt, nicht alle laden zum bequemen Sitzen ein.

Camp Reinsehlen war bis in die 1930er Jahre eine weite Heidefläche mit einigen Eichen und kleinen Mooren. Ab 1938 wurde hier ein Militärflughafen für die Wehrmacht errichtet. Nach dem Krieg wurden ein großes Flüchtlingslager und ein “Hilfskrankenhaus“ errichtet. Bald nutzten britische und kanadische Panzertruppen das Gelände für militärische Übungen. Ab 1961 wurden die bis dahin ungeordnet stattfinden Manöver, durch ein Abkommen auf klare Gebiete, die sogenannten „Roten Flächen“, begrenzt. 1994 erhielten die früheren Eigentümer das Gelände zurück und die Stadt Schneverdingen erwarb 1998 erhebliche Teile des ehemaligen Flughafengeländes. Heute findet man hier die größten Sandmagerrasenflächen Niedersachsens. Die Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz und das Hotel Camp Reinsehlen haben sich angesiedelt. Es gibt einen Kletterpark.

Vorbei am Segelfluggelände Höpen gelangten wir durch die Heide und ein paar Waldabschnitte zur Kaffeeeinkehr im „Café Höpen Idyll“.

Gut gestärkt machten wir noch ein paar Schlenker durch die Heide und gelangten, vorbei am Heidegarten zurück nach Schneverdingen. Vorbei an der Kirche „Peter und Paul“ gelangten wir zum Bahnhof.

 

 

 

 

 

 

Wanderfreunde Nordheide e.V.