Mit der inzwischen gewohnten Verspätung durch die liebe Bahn, in diesem Fall mehr als einer Stunde, erreichten wir unseren Startpunkt am Bahnhof Isernhagen.
Nach einer kurzen Einführung in die heutige Wanderung durch das Wanderführerduo Anne und Rainer ging es los. Die Stadt Isernhagen besteht aus 4 Ortsteilen, die sich „Bauernschaften“ nennen und als Ansiedlungen im 14. Jh. gegründet wurden. Wir starteten in der „Hohenhorster Bauerschaft“ und wanderten auf schönen Pfaden und Wegen zur „Kircher Bauerschaft“ mit der hübschen St. Marien-Kirche aus der Mitte des 15. Jh. Gegenüberliegend sahen wir die Front eines alten Bauernhauses als auch einen Anbau an der Kirche, beides gebaut aus den hier früher recht verbreiteten Raseneisensteinen (poröses, leicht bearbeitbares Gestein mit bis zu 70% Eisenanteil). Auch der Name Isernhagen weist darauf hin: Isern=Eisen und Hagen=Wald. Weiter ging es von dort durch Wiesen und Wald auf Hannover zu. Bei der Querung der A2 sahen wir das erste Ortsschild. Wir wanderten zwischen den Stadtteilen Bothfeld und Lahe hindurch und erreichten den Laher Graben. Nach einer erholsamen Mittagspause folgten wir dem Graben bis zum Mittellandkanal. Dort kamen wir an einem sehenswerten Biotop mit einigen Wasservogelfamilien vorbei und überquerten danach den Kanal. Durch den netten Stadtteil Buchholz führte uns der Weg in den schattigen, großen Stadtwald von Hannover, die Eilenriede. Auf herrlichen Pfaden und Wegen genossen wir die kühle Luft. Nach dem Lister Turm am Ende des Waldgebietes erreichten wir den Lister Platz, warfen noch einen Blick auf den goldenen Leibnitzkeks, bevor es in die Lister Meile mit den vielen schönen verzierten Häuserfronten ging. Im Restaurant Extrablatt genossen wir zum Abschluss der wirklich interessanten Wanderung Kaffee, Kuchen, Eis etc. Von dort ging es direkt zum Bahnhof und mit der dann wieder fast pünktlich fahrenden Bahn zurück nach Buchholz.